Werkstatt
Ich mache Messer in Tirol. Nicht viele, nicht schnell, und immer eines nach dem anderen. Meistens für mich!
Meine ersten Messer sind in der Schulzeit entstanden. Nach dem Studium bin ich in der IT gelandet, viele Jahre im Projektmanagement, mittlerweile als IT-Leiter.
Was mir in dieser Arbeit fehlt, ist das Greifbare. Ein Projekt endet mit einem Haken in einer Liste, und als Leiter sind es oft nicht einmal mehr meine eigenen Haken. Am Abend in der Werkstatt endet es mit etwas, das man in die Hand nehmen kann und das in zwanzig Jahren noch da ist.
Deshalb mache ich das nebenbei und nicht hauptberuflich. Das ist kein Nachteil. Es heißt, dass kein Messer fertig werden muss, bevor es gut ist.
Der Ort
Dunkel und schwarz, die Esse voll Glut.
Es klopfet und hämmert für Hufe und Pflug.
So steht es seit jeher an der Hauswand.
Die Werkstatt gehört mir nicht. Sie gehört f.knives, und ich darf alles mitbenutzen: die Esse, den Bandschleifer und das übrige schwere Gerät, das man sich nicht in den Keller stellt.
Abgerechnet wird in Bier. Der Wechselkurs ist über die Jahre bemerkenswert stabil geblieben, was in Zeiten wie diesen für sich spricht.
Eine Werkstatt zu teilen heißt, dass immer jemand da ist, der mitdenkt. Die meisten Entscheidungen an einem Messer sind schneller getroffen, wenn jemand danebensteht, der die gleiche Frage schon zehnmal hatte.
So viel Erfahrung nebenan macht aber auch unsicher. Man legt eine Klinge weg, die man gestern noch gut fand, und schaut sie am nächsten Tag nochmal an. Tröstlich ist nur, dass das umgekehrt genauso passiert.
WEGGEFÄHRTE UND "VERMIETER"
Ihm gehört die Alte Schmiede. Wir teilen uns die Maschinen, das Werkzeug und ziemlich oft die Meinung darüber, ob eine Klinge schon passt oder noch nicht.
Seine Arbeiten sehen anders aus als meine, und das ist der Grund, warum es funktioniert.
Wer den Abend neben einer Esse mit über 1000 Grad verbringt, nimmt Brandschutz ernst. Unser bewährtes Löschmittel heißt Löschzwerg und kommt in der Flasche. Gegen die Glut in der Esse hilft es nachweislich nicht, gegen die Glut im Gesicht nach dem Härten dafür umso zuverlässiger.
Werkstatt
Ich mache Messer in Tirol. Nicht viele, nicht schnell, und immer eines nach dem anderen. Meistens für mich!
Meine ersten Messer sind in der Schulzeit entstanden. Nach dem Studium bin ich in der IT gelandet, viele Jahre im Projektmanagement, mittlerweile als IT-Leiter.
Was mir in dieser Arbeit fehlt, ist das Greifbare. Ein Projekt endet mit einem Haken in einer Liste, und als Leiter sind es oft nicht einmal mehr meine eigenen Haken. Am Abend in der Werkstatt endet es mit etwas, das man in die Hand nehmen kann und das in zwanzig Jahren noch da ist.
Deshalb mache ich das nebenbei und nicht hauptberuflich. Das ist kein Nachteil. Es heißt, dass kein Messer fertig werden muss, bevor es gut ist.
Der Ort
Dunkel und schwarz, die Esse voll Glut.
Es klopfet und hämmert für Hufe und Pflug.
So steht es seit jeher an der Hauswand.
Die Werkstatt gehört mir nicht. Sie gehört f.knives, und ich darf alles mitbenutzen: die Esse, den Bandschleifer und das übrige schwere Gerät, das man sich nicht in den Keller stellt.
Abgerechnet wird in Bier. Der Wechselkurs ist über die Jahre bemerkenswert stabil geblieben, was in Zeiten wie diesen für sich spricht.
Eine Werkstatt zu teilen heißt, dass immer jemand da ist, der mitdenkt. Die meisten Entscheidungen an einem Messer sind schneller getroffen, wenn jemand danebensteht, der die gleiche Frage schon zehnmal hatte.
So viel Erfahrung nebenan macht aber auch unsicher. Man legt eine Klinge weg, die man gestern noch gut fand, und schaut sie am nächsten Tag nochmal an. Tröstlich ist nur, dass das umgekehrt genauso passiert.
WEGGEFÄHRTE UND "VERMIETER"
Ihm gehört die Alte Schmiede. Wir teilen uns die Maschinen, das Werkzeug und ziemlich oft die Meinung darüber, ob eine Klinge schon passt oder noch nicht.
Seine Arbeiten sehen anders aus als meine, und das ist der Grund, warum es funktioniert.
Wer den Abend neben einer Esse mit über 1000 Grad verbringt, nimmt Brandschutz ernst. Unser bewährtes Löschmittel heißt Löschzwerg und kommt in der Flasche. Gegen die Glut in der Esse hilft es nachweislich nicht, gegen die Glut im Gesicht nach dem Härten dafür umso zuverlässiger.
Workshop
I make knives in Tyrol. Not many, not fast, and always one at a time. Mostly for myself!
My first knives were made back in school. After university I ended up in IT, many years in project management, now as head of IT.
What I miss in that work is something tangible. A project ends with a tick on a list, and as a manager they often aren't even my own ticks anymore. An evening in the workshop ends with something you can hold in your hand and that will still be around in twenty years.
That's why I do this on the side and not for a living. That's not a drawback. It means no knife has to be finished before it's good.
The place
Dunkel und schwarz, die Esse voll Glut.
Es klopfet und hämmert für Hufe und Pflug.
Dark and black, the forge full of embers. It knocks and hammers for hoof and plough. That's how it has always read on the wall of the house.
The workshop isn't mine. It belongs to f.knives, and I get to use everything: the forge, the belt grinder and all the other heavy kit you don't put in your basement.
Rent is paid in beer. The exchange rate has stayed remarkably stable over the years, which says a lot in times like these.
Sharing a workshop means there's always someone thinking along. Most decisions on a knife are made faster when someone is standing next to you who has had the same question ten times before.
So much experience next door can also make you unsure. You put down a blade you liked yesterday and look at it again the next day. The only comfort is that it works the other way round too.
FELLOW MAKER AND "LANDLORD"
He owns the Old Forge. We share the machines, the tools and quite often the opinion on whether a blade is right yet or not.
His work looks different from mine, and that's exactly why it works.
If you spend your evenings next to a forge at over 1000 degrees, you take fire safety seriously. Our tried and tested extinguishing agent is called Löschzwerg, roughly the little fire extinguisher, and it comes in a bottle. It demonstrably does nothing against the embers in the forge, but it is all the more reliable against the glow on your face after hardening.